Magnetblasenspeicher

Einst die große Hoffnung, heute kaum mehr bekannt. Mit den Magnetblasenspeichern (engl.: bubble memory) konnten Daten auch ohne ständige Energiezufuhr auf relativ kleinem Raum gespeichert werden. Diese Technologie wurde 1981 testweise durch Intel eingeführt, nur fünf Jahre später wurde die Entwicklung wieder eingestellt, da dann batteriegestützte CMOS-RAM erschwinglich wurden.

bubblemem.T.jpgDrei Magnetblasenspeicher von Intel mit einer Kapazität von je 128KByte, Bild aus einem Grid-Laptop

Genauso wie bei Trommelspeichern, Festplatten und Disketten werden auch hier Daten durch Ummagnetisierung von Abschnitten einer dünnen Schicht eines magnetischen Materials. Der Unterschied zu allen anderen magentischen Speichern ist, daß beim Bubble-Memory die magnetisierten Bereiche, die Bubbles, auf der Schicht bewegt werden und nicht die Schicht selbst, wie z.B. bei einer Diskette.

Durch einen Blasengenerator wird ein magnetisiertes Gebiet - die Magnetblase - erzeugt, dieses wird dann durch ein veränderliches Magnetfeld auf der Schicht verschoben, bis es bei einem Detektor zum Auslesen ankommt. Geleitet wird die Blase durch auf die Magnetschicht aufgedampfte Metallschichten.

Die Herstellung des Speichers ist relativ aufwendig: Er besteht aus dem Chip, der die Magnetschicht und die Elektronik des Generators, des Detektors und für die Daten-Ein/Ausgabe trägt. Zur Erzeugung des rotierenden Magnetfeldes zum Transport der Magnetblasen sind zwei Spulen notwendig, die um den Chip gewickelt sind und zusätzlich ein Dauermagnet für eine Vormagnetisierung. Das Ganze muß dann noch zum Schutz gegen externe Magnetfelder mit einem Eisenmantel umgeben werden.

Die Technologie war wahrscheinlich schwer zu beherschen, der oben gezeigte Blasenspeicher hat zusätzlich zu seinen 128KByte Speicherkapazität noch 8KByte redundante Speicherzellen als Ersatz. Die Verwaltung dieser zusätzlichen Zellen erfolgt im Schaltkreis, können also nicht von aussen angesprochen werden.

Ein Auszug aus einem Datenblatt der oben gezeigten Blasenspeicher kann hier gefunden werden.