Trommelspeicher

Trommelspeicher waren die direkten Vorläufer der heutigen Festplatten.

besm8speicher.T.jpgDieser Magnettrommelspeicher gehört zu einem russischen Großrechner BESM-8, man beachte die Handgriffe an der Grundplatte

Das Grund-Prinzip der Trommelspeicher entspricht dem der heutigen Festplatten: Die Information wird auf einer magnetisierten Schicht gespeichert. Das Schreiben und Lesen erfolgte durch einen Magnetkopf, der fest angebracht ist. Damit war für jede Spur auf der Trommel ein eigener Kopf notwendig, die mechanische Konstruktion war aber wesentlich einfacher und robuster als mit beweglichen Köpfen.

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Die Adressierung der Daten erfolgte über die Köpfe (bzw. die korrespondierende Magnetspur) und die Sektoren einer Spur. Die Adressierung der Sektoren erfolgte über Informationen auf einer oder mehreren Indexspuren. Bei manchen Rechnern wurden über zusätzliche Spuren auch die Takte für den Rechner abgeleitet, die Geschwindigkeit des Computers war damit mit der Drehzahl des Trommelspeichers verknüpft, so z.B. beim D4a.