Die Programmierung von Analogcomputern besteht darin, die einzelnen Funktionsblöcke so zu verbinden, daß sie dem zu lösenden System entsprechen. Der Ausgangspunkt ist dabei i.d.R. ein physikalisches System, den Endpunkt stellt die Verdrahtung der Funktionsblöcke des Analogcomputers dar.
Im folgenden soll ein einfaches Pendel simuliert werden. Folgende Schritte gehören zur Programmierung eines Analogcomputers:
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Im nebenstehenden Bild ist das Pendel dargestellt. Das Pendel mit der
Masse |
Die Bewegung dieses Pendels kann durch folgende Differentialgleichung beschrieben werden:
Da die Sinus-Funktion in Gl. (1) nur aufwendig nachzubilden
ist, soll hier eine Näherung durchgeführt werden, die zu einem
einfacheren System führt. Für kleine Auslenkungen
(d.h.
) läßt sich die Differentialgleichung mit der
Näherung
zu
Von dem Differentialgleichungssystem (3) kann nun einfach
ein Signalflußplan aufgestellt werden. Der Ausgangspunkt sind dabei
die Integratoren: Wenn am Ausgang eines Integrators die Größe
auftreten soll, ist am Eingang
zuzuführen.

am oberen Integrator entspricht der anfänglichen Auslenkung,
am unteren Integrator gibt die Anfangsgeschwindigkeit des
Pendels an. Beide Größen können am Rechner auf Potentiometer
geführt und damit eingestellt werden. Genauso kann die Dämpfung
einstellbar gemacht werden und damit Untersuchungen zum ihrem
Einfluß durchgeführt werden.
Dieser Signalflußplan ist einfach gehalten, bei den meisten Analogrechnern haben z.B. die Integratoren einen zusätzlichen negativen Koeffizienten, so daß zusätzliche Blöcke zum Zusammenschalten notwendig sind.
Eine Simulation der Gleichung (1) wäre auch möglich, durch die Sinus-Funktion aber aufwendiger.
| Zeitverläufe | Darstellung im Zustandsraum | |
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| Hier sind die Zeitverläufe der Auslenkung |
Dies hier sind die gleichen Verläufe, nur anders dargestellt. Auf der
x-Achse ist nicht mehr durch die Zeit |
Beide Formen der Darstellung lassen sich an einem Analogrechner direkt und in Bewegung betrachten. Gleichzeitig ist das Ändern von Parametern über die Potentiometer möglich und die Beobachtung ihres Einflußes.