Elektronische Analogcomputer

Ingenieure beschreiben die Natur mit Gleichungen. Die Idee hinter einem Analogcomputer ist, ein einfaches technisches System aufzubauen, welches sich entsprechend dieser Gleichungen verhält. Dann kann aus dem Verhalten des Analogcomputers auf die Lösung des ursprünglichen Systems geschlossen werden.

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Der Begriff des Elektronischen Analogcomputers weist mit dem Wortteil analog auf zwei Gesichtspunkte der Anwendung von Analogcomputern hin:

Der älteste Analogcomputer ist der Rechenschieber, der seit dem 17. Jahrhundert in Benutzung ist. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden mechanische Analogcomputer entwickelt und benutzt, dann wurden diese ab ca. 1940 durch die aufkommende Elektronik verdrängt.

Im elektronischen Analogcomputer wird das zu untersuchende System durch eine elektronische Schaltung nachgebildet. Diese Schaltung verhält sich dann wie das zu simulierende System, die Ergebnisse sind Spannungen oder Spannungsverläufe in der Schaltung.

Der Vorteil gegenüber digitalen Computern lag - und liegt teilweise auch noch heute - in der einfacheren Programmierung und der unmittelbaren Anschaulichkeit der Wirkung von Parameteränderungen.